Neu: Yoga für Männer

Yoga für Männer jeweils mittwochs um 19.15 Uhr im YogaCulture-Studio in Örlikon.

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Physiotherapie

Bei uns sind Sie richtig …

  • wenn Sie eine Fachperson suchen für Ihre Fragen zu Bewegung, Schmerz und Mobilität.
  • wenn Sie eine Fachperson suchen, die Ihren Beschwerden auf den Grund geht, sie erkennt und die entsprechenden Zusammenhänge erklärt.
  • wenn Sie eine Fachperson suchen, die sich Zeit nimmt und mit Ihnen individuelle Lösungen erarbeitet.
  • wenn Sie Perspektiven brauchen, die Ihre Lebensqualität verbessern und Ihr Wohlbefinden in jedem Alter steigern.

Therapieformen und Angebot

Unser Therapieangebot ist vielseitig und beruht auf jahrelanger Erfahrung. Neben der Grundausbildung hat jeder Therapeut seine eigene Spezifikation entwickelt, aus der Sie wählen können. Im Folgenden stellen wir Ihnen unser Therapieprogramm vor. Für detailliertere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Aktive Therapie

Die aktive Therapie besteht aus Bewegungsschulung mit Schwerpunkt auf den Alltagsbelastungen des einzelnen Patienten. Zur Verhinderung von Rückfällen eruieren wir schädliche Bewegungsmuster und vermitteln individuell angepasste Heimübungen. In diesem Bereich sind wir beeinflusst von dem Muscle Balance- , dem FBL-Konzept, der Spiraldynamik® und dem Yoga.

Muscle Balance

Das Untersuchungs- und Behandlungskonzept “Muscle Balance – Fine Tuning des Neuro- Muskulo-Skelettalen Systems” beinhaltet die Analyse von Bewegungsfunktion und deren Behebung. Diese Bewegungsstörungen können neuro-muskulo-skelettale Symptome verursachen oder aufrechterhalten.

Es basiert hauptsächlich auf dem Konzept von Shirley Sahrmann (USA): "Diagnosis and Treatment of Movement Impairment Syndromes" und dem Konzept zur Stabilisation der Wirbelsäule von Carol Richardson, Gwen Jull, Paul Hodges und Julie Hides von der Universität Queensland (Australien).

  • Die Quelle der Symptome werden nicht nur in den hypermobilen (zu beweglichen) Körperbereichen gesucht. Klinisch findet man oft auch symptomatische Strukturen in geschützten oder unbeweglichen Bereichen.
  • Die Behandlung ist problemorientiert und basiert auf der spezifischen Bewegungsstörung und nicht nur auf individuellen Muskeln: “Das Gehirn kennt keine Muskeln”. In diesem Konzept wird sowohl die Analyse klinischer Probleme, wie auch der Clinical Reasoning Prozess (klinisches Denken)  betont.
  • Die Quelle der Symptome wird unter anderem durch Differenzierungstests identifiziert.

Weitere Informationen finden Sie unter: musclebalance.ch oder kineticcontrol.com

Funktionelle Bewegungslehre

Die Funktionelle Bewegungslehre (FBL) wurde von Frau Dr. h.c. Susanne Klein-Vogelbach entwickelt. Die "FBL nach Klein-Vogelbach" ist ein Verfahren der unmittelbaren Bewegungsbeobachtung und ihrer Auswertung für die Therapie.

Das Leitbild ist das normale Bewegungsverhalten des gesunden Menschen. Kann dieses Ziel nicht erreicht werden, sucht der Therapeut den bestmöglichen Kompromiss.

Die funktionelle Bewegungstherapie erfolgt durch Anwendung von Behandlungstechniken und/oder durch Instruktion von Modellübungen, welche an den Patienten angepasst und ständig aktualisiert werden. Der Therapeut schöpft aus einem reichen Pool an therapeutischen Übungen, mit deren Hilfe der Patient lernen kann, sein funktionelles Problem zu beheben und ein ökonomisches Bewegungsverhalten wiederzuerlangen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Vermittlung von Alltagsbewegungen.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.fbl-klein-vogelbach.ch

Spiraldynamik®

Die Spiraldynamik® ist ein dreidimensionales Bewegungskonzept, das gesunde Bewegung erklärbar, erfahrbar und lehrbar machen soll. Sie wird in der Rehabilitation und der Prävention angewandt.

Als statisches Grundelement zur Beschreibung von Bewegungsabläufen wird die Helix (Spirale) genutzt, als dynamisches Prinzip die Welle. Therapeuten versuchen damit „gesunde Bewegungen“ zu definieren, die unter physiotherapeutischer Anleitung erlernt werden sollen.

Grundlage jeder spiraldynamischen Behandlung ist der in einer Untersuchung erhobene funktionelle Befund, der Zusammenhänge zwischen dem Bewegungsverhalten und den Beschwerden des Patienten sucht. Nach einer Bewegungsanleitung soll der Patient die neu- oder wiedererlernte Bewegung eigenverantwortlich in seinem individuellen Alltag umsetzen.

Mehr unter: spiraldynamik.com und Studie

Medizinische Trainingstherapie (MTT)

Wir arbeiten mit Winkeltisch, Zugapparaten und freien Gewichten, wie Hanteln, Gewichtsmanschetten, Gummibändern und mit zwei TotalGym-Geräten.

Die Ziele der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) sind:

  • Schmerzfreiheit und das objektive Wiedererlangen der Funktionstüchtigkeit und Belastbarkeit nach Verletzungen von Muskeln oder Gelenken
  • Muskelaufbau nach Operationen am Bewegungsapparat (z.B. nach Kreuzband- oder Diskushernieoperationen)
  • Umschulung von erworbenen, ungünstigen, Bewegungsabläufen (z.B. in Form von Haltungsschäden sichtbar)

Die MTT wird bei uns auch als Vorbereitung für ein nachfolgendes selbständiges Krafttraining bei uns oder in einem Fitnesszenter angeboten. Das ist geeignet für diejenigen, die einfach mal ausprobieren wollen, ob ein Krafttraining der richtige Ausgleich für sie wäre.

Der MTT geht eine exakte Funktionsdiagnose voraus und ihr folgt eine entsprechende symptomatische Probebehandlung, eine passive Mobilisation, Manipulation (Manuelle Therapie) oder Stabilisation. Danach wird der Patient an den entsprechenden Geräten mit individuell festgelegtem Widerstand und Übungswiederholungen angeleitet, bevor er selbständig üben kann.

TotalGym
Das TotalGym-Gerät eignet sich besonders gut für ein Ganzkörper-Training, ohne dass man das Gerät wechseln muss. Zum Einsatz kommt das eigene Körpergewicht, das durch verschiedene Winkeleinstellungen erschwerend wirkt auf die einzelnen Übungen. Die selbständige Benutzung wird von uns angeboten und ist schnell erlernbar.

Bei Youtube sind unter dem Stichwort „TotalGym“ zahlreiche Videos online.

Brauchen Sie einen Motivationsschub?
Ein adäquates Muskeltraining vergrössert die Muskelmasse, der Grundumsatz wird erhöht und es werden mehr Kalorien verbraucht. Mehr Muskelmasse vermehrt Botenstoffe. Deren Befehle durchpulsen den Körper 24 Stunden am Tag; ein kräftiger Muskel sorgt dafür, dass Zucker und Fett auch dann verschwinden, wenn wir mit der Zeitung auf dem Sofa liegen.

Ausserdem schrumpfen unsere Muskeln, je älter wir werden – wenn wir nichts dagegen tun. Minus zehn Prozent Muskelkraft pro Lebensjahrzehnt lautet die Faustformel.

Das Fazit aus der Forschung

„Muskeln machen schlank. Muskeln machen gesund. Muskeln machen glücklich. Muskeln machen schlau.“

(GEO 07/2009)

Passive Techniken

Die Behandlung der Weichteile, d.h. der Muskulatur, Sehnen, des Bindegewebes, der Haut, der Nerven, Gefässe u.ä. stellt zu Beginn der Therapie einen zentralen Stellenwert dar. Es gibt zahlreiche Techniken, die alle versuchen, eine Normalisierung von beschädigter Funktion und eine Anregung der Selbstheilungskräfte zu erreichen. Im Wesentlichen haben die verschiedenen Massagetechniken folgende Wirkungen:

  • Sichtbar wird eine verbesserte Durchblutung erzielt.
  • Verklebungen in der Haut und Muskulatur, z.B. durch Narben, werden gelöst.
  • Durch die reaktiv entspannende Wirkung von Weichteiltechniken braucht man weniger Schmerz- oder Beruhigungsmittel. Dies wird dadurch erreicht, indem die Konzentration an Dopamin, Epinephrin, Norepinephrin, Serotonin (stimmungsverändernde Wirkung sowie Anhebung der Schwelle für Schmerz) im Blut erhöht ist (T. Field 2000).
  • Massage hemmt eine sympathische Erregung (d.h. den Teil des vegetativen Nervensystems, der für Bereitstellung von Organsystemen für Aktivität zuständig ist), wenn sie länger als 30 Minuten dauert.
  • Erwiesenermassen wird durch regelmässige Massagen die Tätigkeit des Autoimmunsystems verbessert.
  • Stimulation heisst auch, dass in Kombination mit gymnastischen Übungen das Körpergefühl verbessert wird.

Zu Beginn kann eine Zunahme von Beschwerden der Fall sein. Diese müssen dem Therapeuten mitgeteilt werden.

CranioSacral Therapie (CST)

Die Kraniosakrale Therapie ist eine sanfte, nicht invasive manuelle Technik, mit deren Hilfe Spannungen und Verhärtungen im Bindegewebe des menschlichen Körpers und damit ein Ungleichgewicht im Kraniosakralen System aufgespürt und korrigiert werden können. Das Kraniosakrale System ist ein von dem amerikanischen Osteopathen Dr. John E. Upledger wiederentdecktes physiologisches System.

Das Bindegewebe hat für den Körper trennende, verbindende, umgebende, stützende, nährende und schützende Funktion. Spannungen im Bindegewebe können zu Problemen für seine Zellen oder vom primären Spannungsort entfernt gelegenen Stellen im Körper führen. Dieser muss sich an die gespannten Bereiche anpassen: Körperhaltung und Bewegungen, das Verhalten der Umwelt gegenüber und die inneren physiologischen Vorgänge verändern sich. Man kann Spannungen des Bindegewebes als eine Art Gedächtnis des Körpers ansehen, in dem Ereignisse gespeichert sind (Traumata körperlicher und seelischer Art).

Der Therapeut ist in der Lage, Spannungen in den bindegewebigen Strukturen zu ertasten. Mittels achtsamer Berührung nimmt er Kontakt mit subtilen Bewegungen in der Tiefe des Körpers auf. Diese werden behutsam durch sanften Druck oder Zug am Bindegewebe und den knöchernen Strukturen unterstützt (Unwinding /"Entwirrungstechniken").

Indikationen
Die CST wird günstig angewendet bei chronischen und traumatisch bedingten Kopfdruck- und Kopfschmerzsymptomen, Kreuz- und Steissbeinschmerzen, Kieferbeschwerden, Gehörproblemen, Sehstörungen. Besonders hervorzuheben sind der Kreis um Akzellerationstraumen ("Schleudertraumen") und Kontusionen der Halswirbelsäule.

Siehe auch Upledger Institut

Viszerale Osteopathie

Eine Technik, bei der man die Wechselwirkung der inneren Organe mit dem Bewegungsapparat diagnostiziert, nur dass dann mittels spezifischer Griffe das jeweilige Organ meist direkt behandelt wird. Wichtig in der Betrachtung sind die angrenzenden Organe und Strukturen sowie die nervlich zugeordneten Bereiche.

Myofasziale Technik

(myofascial release)

Es handelt sich hierbei um eine Weichteiltechnik aus dem Bereich der Osteopathie. Der Therapeut versucht mit gezielten Griffen und der geführten Atmung des Patienten den "Flüssigkristall" Bindegewebe (d.h. Druck führt zu einer elektrischen Reaktion und verändert den Viskosezustand des Gewebes)" zu beeinflussen. Verdickungen, Verhärtungen oder Verfestigungen (Fibrosierungen) bzw. Dehydrierung des Bindegewebes, machen bestimmte Zonen oder Züge des Bindegewebes weniger beweglich. Die Gleitfähigkeit des Bindegewebes und dessen Stoffwechsel werden somit ungünstig beeinträchtigt. Gezielte Tiefengewebe-Techniken können die verhärteten Strukturen dort lösen, wo eine klassische Massage nicht weiterkommt.

Manuelle Lymphdrainage

Sie besteht in einer Anregung des lymphatischen Systems des Körpers zur Behandlung von Schwellungen durch eine spezielle Grifftechnik und je nach Indikation anschliessendem Bandagieren.

Schwellungen entstehen nach Traumata, Operationen, Tumorbehandlungen und Lymphknotenentfernung.

Triggerpunkt-Therapie

Anhand dieser Technik werden schmerzhafte Störpunkte in der Muskulatur gesucht und durch Kompression und Dehnung behandelt.

Mehr Informationen auf Wikipedia oder unter IMTT.

Manuelle Therapie

Die Manualtherapie ist ein Zweig der Physiotherapie, der sich auf die Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates spezialisiert.

Die präzise Befragung hilft einerseits, die Störung möglichst genau zu identifizieren und einzuschätzen und andererseits auch die feinsten Veränderungen zu erfassen. Wichtig ist dabei, dem Patient aufmerksam zuzuhören und ihn seine Symptome beschreiben zu lassen. Während dem Gespräch erarbeitet der Therapeut mögliche Hypothesen über die Lokalisation der Störung, über die verantwortliche Struktur (Gelenk, Muskel, Nerv), über die Art und Irritierbarkeit der Störung und über die zugrunde liegende Ursache des gesamten Problems.

Bei der objektiven Untersuchung versucht man durch verschiedene Tests, die Beschwerden des Patient gezielt und dosiert zu reproduzieren und dann wieder zu eliminieren. Dabei sollte die Lokalisation und Art des Schmerzes möglichst mit den vom Patient beschriebenen Beschwerden übereinstimmen.

Die Auswertung dieser Tests erlaubt dem Therapeuten, eine der möglichen Hypothesen zu festigen und danach einen Behandlungsplan zu erstellen.

Die angewandten Gelenkstechniken sind spezifische, passive Bewegungen, die sowohl der Untersuchung wie auch der Behandlung dienen. Diese Bewegungen werden in kleineren oder grösseren Amplituden und in verschiedenen Geschwindigkeiten durchgeführt.

Bei Bewegungen mit kleiner Geschwindigkeit spricht man von Mobilisationen und bei Techniken mit kleiner Amplitude und grosser Geschwindigkeit von Manipulationen.

Mit verschiedenen Formen von Weichteiltechniken werden die Muskeln, Sehnen, Ligamente und andere Weichteile behandelt. Gezielte aktive Bewegungen, die der Patient selbst durchführt, unterstützen die Behandlung durch Gelenks- und Weichteiltechniken.

Weiterführender Link: svomp

Kiefergelenkstörung

Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion

Entstehung

  • Arthrogen (vom Gelenk selber ausgehend)
  • Subluxation, Diskusprolaps, Arthrose, Arthritis, Anomalien, Trauma, Tumor
  • Myogen (Muskulatur betreffend) durch Daueraktivität der Muskulatur (z.B. Stressabbau-System), Bruxismus (Zähneknirschen), chronische, rsp. akute Überlastung, Okklusionsstörungen (Zahnkontakte), längere Mundöffnung (Zahnbehandlung)
  • Psychogen z.B. Stress, seelische Verfassung, emotionale Konfliktsituationen
  • Hormonell
  • Zentralneurogen durch Hirnnervenerkrankungen
  • Craniogen, z.B. Knochenerkrankungen
  • Habituell, sog. Parafunktionen wie: exzessives Kaugummikauen, Zungenpressen, Bruxismus, Zähne zusammen beissen, Atmen mit offenem Mund, Saugen und Lutschen, Nägel-/Bleistiftkauen, Pfeife rauchen, Lippenbeissen, unphysiologische Schlafstellung
  • Vertebragen (von Halswirbelgelenken ausgehend)
  • Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Kiefergelenkbeschwerden und der Haltung (z.B. Skoliosen, Kopfvorschub etc.)

Therapie
"Wer lacht, knirscht nicht"

Es ist unbestritten, dass verschiedene Formen der Physiotherapie nachhaltige Verbesserungen bei craniomandibulären Dysfunktionen erzielen. Dazu gehören die manuelle Therapie, Elektrotherapie, Biofeedback, Enrtspannung, aktive und passive Kieferbewegungen, manuelle Therapie, Haltungskorrektur, Aufklärung, Information, manuelle Lymphdrainage etc.

Andere Disziplinen sind die Osteopathische Medizin (z.B. CranioSacral Therapie) und die Akupunktur. Daneben helfen Schienen bei Bruxismus (z.B. Michigan Schiene) und nicht zuletzt chirurgische Eingriffe bei Verschluss-Störungen.

Tapeverbände

Klebeverbände kommen zum Einsatz, um Gelenke und Gewebe zu entlasten, Gewebe zur Dehnung unter Dauerzug zu halten oder dienen als Erinnerung für die aufrechte Haltung bei Haltungsschwächen in bestimmten Abschnitten der Wirbelsäule. Kinesiotape ist wie die Haut 140-150% dehnbar. Dicke und Gewicht des Tapes sind vergleichbar mit der Haut – nach kürzester Zeit vergessen Sie, dass Sie überhaupt ein Tape tragen. Das Tape atmet, lässt Schweiss verdampfen und sorgt somit für weniger Irritationen auf der Haut.

Tape kann je nach Ort der Anwendung problemlos mehrere Tagen lang auf der Haut getragen werden: 1-2 Tage an Händen und Füssen, 3-4 Tage am Rest des Körpers. Das wasserresistente Tape haftet auch beim Duschen oder Schwimmen. Tape enthält trotz seiner Schmerz verringernden Wirksamkeit keine Medikamente.
Tape wird mit einer Vordehnung auf die Haut geklebt und zieht sich zusammen. Dies ermöglicht eine Druckabnahme und führt zu Schmerzlinderung und Durchblutungsverbesserung.

Dieses “Schrumpfen” ist die zentrale Wirkung aller Tape-Anwendungen. Das Tape hebt die Hautschichten leicht an, was eine Druckabnahme und Schmerzlinderung bewirkt. Durch dieses Zusammenziehen werden Mechanosensoren in den verschiedenen Haut- und faszialen Schichten stimuliert, wodurch die Muskelaktivität zusätzlich positiv beeinflusst wird.

Die Wirkung von Kinesiotape

  • Es unterstützt den natürlichen Heilungsprozess des Körpers. Durch die zusammenziehende Wirkung und die Druckverringerung im Gewebe nimmt der Druck auf Haut und Muskulatur ab. Damit werden bessere Durchblutung und Blutabfuhr (Drainage) ermöglicht.
  • Schwellung verringern und Heilung fördern
  • Durch Distorsionen und intensive Belastung der Muskeln entstehen mikroskopisch kleine Risse im Muskelbindegewebe, worauf der Körper in der Regel mit einer Entzündung reagiert. Diese Entzündungsreaktion gehört zum natürlichen Heilungsprozess des Körpers. Eine Entzündung wird begleitet von einer erhöhten Blutzufuhr zum verletzten Körperteil hin und dem Freisetzen von Flüssigkeit im betroffenen Gewebe, welches von Aussen als Schwellung sichtbar wird.
    Der Druck, welcher dadurch entsteht, hemmt jedoch die Abfuhr von Gewebeflüssigkeit und Nahrungssubstanzen. So kann eine Verletzung wie beispielsweise eine Verstauchung lange geschwollen und druckempfindlich bleiben.
    Tape hingegen hebt die Haut an, wodurch der Druck unter dem Tape sinkt. Dadurch wird der Transport von Flüssigkeiten im Gewebe verbessert und eine schnellere Heilung ermöglicht.
  • Schmerzverringerung
  • Durch den Druck in Gewebe, Haut, Muskeln und Faszien entsteht eine erhöhte Reizung der Drucksensoren, was wiederum als Schmerz empfunden wird (Drücken Sie einmal auf eine empfindliche Stelle: Es wird noch mehr schmerzen!). Lassen Sie anschliessend wieder los, ist auch der Schmerz wieder weg, denn Schmerz bewirkt einen Schutzreflex Ihrer Muskulatur, da die Muskeln verstärkt aktiviert werden (Hypertonus und Spasmus). Dadurch werden Bewegungen eingeschränkt. Tape hingegen ermöglicht eine Verringerung des Drucks. Dadurch nimmt der Schmerz ab, der Spasmus lässt nach, die Bewegungskontrolle verbessert sich und die Angst, sich zu bewegen, weicht der Zuversicht, dass der Heilungsprozess optimal verläuft. Die verbesserte Beweglichkeit wiederum stimuliert die Durchblutung und den Heilungsprozess.

Ausser Kinesiotape benutzen wir die bewährten starren Tapes und wenden das Tapingkonzept nach Jenny McConnell an.

Elektrotherapie

In unserer Therapie kommt Elektrotherapie zur Anwendung aus den Bereichen der Nieder-, Mittelfrequenz und Interferenz.

Wirkungen
Die Wirkungen lassen sich in folgende Bereiche einteilen:

  • Analgesie: das bedeutet Schmerzlinderung durch das Schliessen von Schmerzpforten im Rückenmark, wodurch eine Überdeckung des akuten Schmerzes erreicht werden kann, das heisst, dem Stromreiz wird Priorität eingeräumt gegenüber dem eigentlichen Schmerz, so dass dieser im Bewusstsein in den Hintergrund gedrängt wird.
  • Beeinflussung der Durchblutung über die Reizung des vegetativen Nervensystems und der Strukturen im Bereich der Elektroden. Dieser Effekt ist sinnvoll im gezielten Einsatz innerhalb einer Hautzone, die neurophysiologisch (über Nervenwege) in Verbindung steht mit dem Zielorgan.
  • Ödemreduktion: Einsatz bei lokalen Schwellungen.
  • Muskelstimulation: wird bei uns hauptsächlich nach Knieoperationen zum sanften Training der Oberschenkelmuskulatur eingesetzt.

Anwendungsgebiete
Schmerzzustände, rheumatische Muskelerkrankungen, Überlastungsschäden, posttraumatische (i.e. nach Unfällen) und postoperative (i.e. nach Operationen) Muskelschwächen.

TENS (Transkutane Elektroneurostimulation)

Die TENS ist bekannt geworden durch die einfache Anwendung der kleinen Geräte für zu Hause.

Diese niederfrequente Impulsstromtherapie wird zur Schmerzlinderung verwendet. Wir vermieten und verkaufen TENS-Geräte.

Ultraschalltherapie

Der therapeutisch genutzte Ultraschall (nicht zu verwechseln mit dem diagnostischen US, mit dem man z.B. Babys im Bauch anschauen kann) umfasst die Anwendung von Schallwellen, mit einer Schwingfrequenz oberhalb des Hörbereiches (1-3 MHz). Die Schallwellen entstehen durch Oszillation (auf elektrischem Weg) eines geeigneten Kristalls.

Anwendungsgebiete
Analgesie an den Grenzschichten Sehne - Periost (Knochenhaut) - Knochen, Adhäsiolyse (Lösen von Narbengewebe), Resorption von Schwellungen, Reduktion von umschriebener Muskeltonuserhöhung, Wundheilungsförderung.

Wärme-/Kältetherapie

Wärme

Die Wärmeanwendung führt zur Elastizitätszunahme des Bindegewebes, Reduktion von Muskelspasmen, erhöhtem lokalem Blutfluss, Schmerzreduktion, Stoffwechselerhöhung, Abnahme der Gewebe- und Synoviaviskosität (Gelenkflüssigkeit). Wir verwenden Moorpackungen, die im Wasser vorgeheizt werden. Die Anwendedauer beträgt 20 bis 30 Minuten.

Kälte

Anwendung von Kälte dient primär der Analgesie (Schmerzreduktion), reduziert aber auch lokale Entzündungsstoffe, führt zu Muskeltonussenkung, Reduktion von Spastik und zur Abnahme der Nervenleitgeschwindigkeit. Wir verwenden Kältebeutel (Coolpacks).